Redner

DIE KLEINSTE WIRTSCHAFTLICHE EINHEIT: DER MENSCH*

Vorträge

EIN REDNER UND AUTOR IN DEUTSCHLAND

Torsten Wille, Jahrgang 1974, ist professioneller Redner und Experte für junge Top-Talente im Verkauf. Er hilft Führungskräften aus „Jungen Wilden“ eine erfolgreiche Verkaufsmannschaft zu formen. Dabei setzt er wertvolle Impulse für mehr Umsatz, aber auch für den Erhalt von Verkaufen, wie wir es kennen: Persönlich, von „Mensch-zu-Mensch“, gegen die „Weg-Digitalisierung“ eines ganzen Berufstandes durch das Internet. Seit 22 Jahren in Führungsfunktion, seit 15 Jahren aktiv im Verkauf und heute verantwortlich für mehr als 500 junge Verkäufer. Für ihn steht Verkaufen nicht nur für Gewinn-Maximierung; auch für Chancengerechtigkeit in einer Gesellschaft, sozialen Aufstieg und das Streben nach persönlichem Glück.

IM INTERVIEW

Was bedeutet Ihnen Arbeit?

In der Schule habe ich eine Erfahrung gemacht: Sobald ich etwas gerne mache, mit Leidenschaft und Engagement, dann mache ich es außergewöhnlich gut und bin zu herausragenden Leistungen im Stande. Was ich nicht mochte, hab ich es ignoriert und beschlossen „Das ist Mist, das brauch ich nicht!“. Diese Einstellung hat mich in der Arbeitswelt einerseits große Erfolge feiern lassen. Aber auch immer wieder kolossal scheitern lassen. Als ich gemerkt habe, das es im Leben ganz ähnlich lief, hab ich zuerst meine Defizite in meiner Einstellung zur Arbeit geändert. Und sofort änderte sich auch mein Leben. Arbeit ist der Motor meiner Zufriedenheit. Im Verkauf hab ich den perfekten Treibstoff für mich persönlich gefunden.

Was ist das Wichtigste in ihrem Leben?

Als Vater eines Sohnes, 4 Jahre alt, fällt die Antwort natürlich nicht schwer. Meine Sicht der Dinge hat sich sehr verändert. Hatte ich früher hauptsächlich meine eigene Situation im Blick, verschiebt sich jetzt der Fokus in Richtung der Zukunft unserer Kinder. Bei allem, was ich tue und sage, habe ich auch die Zukunftschancen von nachfolgenden Generationen im Blick. Die meines vierjährigen Sohnes, aber auch die der Menschen, die sich in jungen Berufsjahren schon in einer völlig veränderten, digitalisierten Welt zurechtfinden müssen.

Was möchten Sie an Ihrem Leben verändern?

Ich halte die Dinge, die ich tue für wichtig. Ich bekomme sehr positives Feedback auf meine Arbeit, die noch auf einen exklusiveren Personenkreis begrenzt ist. Ich möchte meinen Ansatz mit mehr Menschen teilen. Ob sie mir folgen oder nicht, entscheidet jeder Einzelne. Ich will aber Teil der Meinungsbildung sein und noch mehr Menschen bewegen, als bisher.

Was sind ihre größten Probleme und wie gehen sie damit um?

Zeit. Menschen fordern einfach Zeit. Meine Kunden fordern Zeit. Meine Zuhörer fordern Zeit. Meine Leser fordern Zeit. Meine Familie fordert Zeit. Zu Beginn eine extreme Herausforderung. Ich habe lange versucht, alle Interessen getrennt von einander zu bedienen. Es hat nicht funktioniert. Jetzt habe ich alle Bereiche miteinander vernetzt und verwoben und siehe da: Ich hatte noch nie soviel Zeit und trotzdem sind alle glücklich. Auch ich.

Was tun Sie, wenn Sie sich etwas Besonderes gönnen wollen?

Ich beschäftige mich in der Regel sehr intensiv mit Menschen. Aber ich komme aus dem Rheinland und man sagt uns Rheinländern nicht ganz zu unrecht eine gewisse Oberflächlichkeit nach. Hin- und wieder lebe ich diese einfach aus. Dann stell ich ich an die Theke einer kölschen "Kaschemm", bestell mir ein Kölsch und hab in den folgenden Stunden wunderbare Gespräche mit Menschen, die ich nie wieder sehen werde (lacht).

Was erwarten Sie für die Zukunft und was tun Sie dafür, um sie bestmöglich zu gestalten?

Ich behaupte nicht, den Stein der Waisen gefunden zu haben, aber es verwundert schon, wie blauäugig viele Menschen in die Zukunft blicken. Ich beschäftige mich ja sehr mit dem Thema Digitalisierung der Arbeitswelt, speziell in meinem Fachgebiet „Verkauf von Mensch-zu-Mensch“. Wenn eine Generation Y existiert, die glaubt, dass sich der Arbeitsmarkt aufgrund des demographischen Wandels dauerhaft um sie bemühen muss, dann halte ich das allenfalls für einen IST-Zustand. In einem Tal am anderen Ende der Welt wird gerade daran gearbeitet, die Ineffizienzen des Faktor Mensch zu beseitigen: Durch ausgeklügelte Algorithmen, Software und Robotik. Ein streikender Lokführer oder ein nörgelnder Young-Professional kommt in dieser Gleichung nicht mehr vor. Wer diese neuen Technologien zu bauen, zu programmieren oder einzusetzen weiß, wird auch künftig zu den Gewinnern hören. Wer nicht zu dieser Gruppe gehört, sollte sich sich intensiv den Menschen zuwenden. Es wird immer Menschen geben, die gerne mit echten, ehrlichen und unterhaltsamen Menschen sprechen wollen. Das müssen auch wir Verkäufer endlich verstehen, sonst hat sich eine komplette Branche selbst erledigt. Und das Schlimmste ist: Keiner würde uns vermissen. Gegen diese düstere Prognose werden wir uns gemeinsam stemmen.

Was würden Sie tun, wenn Sie sich ein Jahr lang nicht um Ihren Unterhalt kümmern müssten?

Zurückkehren nach Südamerika. Ich hatte das große Glück in Argentinien zu leben und habe in dieser Zeit die Kultur und die Menschen dort nicht nur schätzen, sondern auch lieben gelernt. Klar ist aber auch: Ein Jahr wird niemals reichen, um aus mir meinen vorzeigbaren Tango-Tänzer zu machen (lacht).

Was wünschen Sie sich persönlich für die Zukunft?

Viele Zuhörer für meine Vorträge. Viele Leser meiner Bücher. Natürlich auch für mich persönlich, aber in erster Linie um Teil einer guten Bewegung zu sein, die für den Erhalt von etwas kämpft, um das es sich zu kämpfen lohnt: Den Verkauf von Mensch-zu-Mensch!

DIESE DARSTELLUNGSFORM EINER „ÜBER MICH“ SEITE IST INSPIRIERT VOM WIRTSCHAFTSMAGAZINS brandeins.

ZUR SERIE: DIE KLEINSTE WIRTSCHAFTLICHE EINHEIT: DER MENSCH IST EIN HERVORRAGENDES BUCH ERSCHIENEN. KAUF-EMPFEHLUNG.